1.Kapitel
 
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Es war nur dieses ungenügsame, zukunftsträchtige Wort, welches ihr einziger Zuhörer und Gesprächspartner flüstern konnte, der hier als ruheloses Phantom in vertrauten und doch verräterischen Schlosstürmen hauste.

         „Irgendwann...“, flüsterte ihr vom Winde getragenes Vertrauen in eine bessere Welt. Jener rauschende Schaum aus Regen und Luft um stolze, dunkle Zinnen einer vergangenen Festung pfiff arglos. Kunde brachte er ihr über die Hoffnung ferner Länder, wo die Strafe eines blutigen Gewandes wie man sie ihrem Land erteilte, noch nicht vollstreckt wurde...

         Und jenes dürftige Wort, so es doch nur zehn unnutze Buchstaben besaß, erinnerte sie leise und erschreckend an vieles von damals.

         Daran, was in tiefen Schluchten ihrer Persönlichkeit schlummerte. An das natürliche Gesetz Hyrules, an welchem eine andere Welt gebunden war.

         Es war einst, dass ihr Vater sie erzählte.

         Das Märchen von dem Volk in einer Welt, die man Zwielicht taufte. Das Märchen des Abendrots...

         Ihr Vater erzählte sie immer mit einer solch warmherzigen Geduld wie jeder Vater sie seinem Kind erzählen würde. Sie erinnerte seine milden Worte andächtig. Seine vielen Erzählungen über ein in Magie bewandertes altes Volk, welches in einer Welt lebte, die so wunderschön war wie ein Kleid gewebt aus den Farben des glühenden Abendrots...

         Es wäre eine Welt, so kostbar und rein wie die ihrige. Und dennoch mit dem gefährlichen Reiz eines anmutigen Sonnenunterganges umgeben. Und kein goldener Sonnenstrahl würde jene Welt fluten, noch würde das Licht der Abendsterne in kühlen Nächten über die Geschöpfe wachen.

         Und dort in jenem Zwielicht herrschte ebenso eine Hoheit von Grazie und Charme in einem Schloss wachend, ihre Welt behütend, ihren Pflichten nachgehend und ihr Volk vor dem beschützend, was auf es warten würde...

         So hieß sie. Jene Geschichte über eine Welt als Gegenstück von derer, die Hylianer für selbstverständlich halten. Und sie liebte es. Jenes Märchen gesprochen von der rauen, tiefen Stimme ihres Vaters. Sie verehrte das reine, wärmende Dämmerlicht, von denen die überwältigenden Legenden erzählten.

         Doch in dem Augenblick, da auch sie ein Teil des Scheines war, der weder Licht noch Schatten preisgab, welches weder dem Guten noch dem Bösen zugehörig schien, da, begann sie mit all der erschreckenden Erkenntnis an dem friedvollen Kindermärchen zu zweifeln...

         Das Zwielicht herrschte in ihrer Welt und sie vergaß mit jedem Tag mehr und mehr, wie es sich anfühlte, wenn sich ein blauer, wolkenloser Himmel auf den erwartungsvollen, fröhlichen Augen spiegelte. Sie vergas. Und ihre Augen schienen den Unterschied zwischen Licht und Dunkel nicht mehr begreifen zu können...

Sie vergaß und vergaß immer mehr...

         Sie war noch hier, dort, wo niemand mehr existierte... gefangen in ihren eigenen Schlosses Türmen, wartete auf Hoffnung in Gestalt eines heiligen Tieres. Denn auch davon erzählten die Legenden des Zwielichts.

         Sie konnte jene immer sehen. Diese verbotene Kreatur der Nacht, die nie eine war. Das Biest mit dem reinen Herzen unter der harten, grausamen Schale. Den unergründlichen Wolf mit den heiligen Engelsaugen...

         Und so sollte es sein.

Das Getier in ihren prophetischen Träumen. Das namenlose Biest, dessen Pfoten sie in trügerischen Nächten hören konnte, wie sie auf Beute gingen und blutig von Streifzügen zurückkehrten. Der gefährliche Wolf, dessen Zähne gefahrprophezeiend zu den blutroten Stunden in ihren Träumen aufblitzten. Er kehrte wieder. Auch, wenn seine Gesellschaft ihr nichts zu erzählen vermochte. So war er immer irgendwo dort in ihren Träumen, getauft selbst in dem Zwielicht. Und manchmal war er zu nah, so nah, dass sie seinen animalischen Geruch riechen, sein kratziges, verdrecktes Fell fühlen und seine Zähne auf ihrer Haut spüren konnte...

         Es war nie so, dass sie sich vollkommen fürchtete vor dem Getier, welches sie mit Entsetzen zuerst als kleines Kind in sich selbst erkannte. In sich selbst. Dort in den Träumen, wo niemand außer ihr den Schlüssel besaß. Den Schlüssel zu der Pforte der Erkenntnis. Den Schlüssel zu dem Meer aus Flammen am düsteren Horizont. Sie hatte es nicht einmal verstanden.

Das kleine weinerliche Kind von damals, das aus den Weltuntergangsträumen aufschreckte, verband den Wolf immer als Ohmen des Entsetzens.

         Doch es kam der Tag, wo sie wusste, dass er dies nicht war. Der Wolf in ihren Träumen war nie ein Feind, war nie der Ursprung von Gefahr und entehrender Böswilligkeit. Er war nur ein Bote. Ein Hinweis für den einzigen Weg zurück ins Licht...

         Tausend Nächte... erwartungsvoll und schlummernd, zogen sie an ihr vorüber, obwohl sie nichts war in der jetzigen Welt, die doch die ihre war. Stets begleitet von diesem unheilvollen, verschmutzten Licht des Abendrots. Farben wie im Fegefeuer und doch eisig wie die Nacht. Farben, die den Geschöpfen ihres alten Landes das raubten, was sie für unentbehrlich hielten. Ihre Freiheit...

         Sie wusste nicht, wie lange sie schon hier war, in diesem stillen, dunklen Turm des Königsschlosses Hyrules. Uhren gab es nicht in dem Verlies mit seinen tausend dummen, neugierigen Augen. Und der glühendrote Himmel schien ihr immer der gleiche, als wäre Nacht und Tag verschmolzen zu grausamer Bitterkeit. Zeit war für sie nicht mehr zählbar, wenn ihr nicht einmal der Himmel verriet, dass die Tage vorüber zogen. Gemischtes Elend am Horizont, den lüsterne Herzen und Gedanken in ein Martyrium des Schreckens verwandelt hatten.

         Die einst so unschuldige Schönheit des roten Lichtes war nun teuflisch und abartig.

         Immer noch stand sie hier, umhüllt von dem bisschen Wärme geboren aus einer anderen Form von Nacht...

Himmelblaue, trübsinnige Augen spiegelten sich auf der glatten Oberfläche dicht umzäunter Fenster. Jene Augen sahen und waren doch blind...

Denn sie erspähten die Welt wie sie niemand ertragen konnte, der nicht Teil von Zwielicht und Schattentum war. Sie sahen die Welt mit unberechenbarer Schärfe, einer Genauigkeit und Verachtung. Und ihre Ohren hörten die Symphonie der Stille, die nur denen gefiel, die sich an dem klirrenden Untergangsorchester der letzten Stunden ergötzten. Ein Reigen der Lautlosigkeit. Ein unüberwindbarer Marsch und Rhythmus der Vergänglichkeit. Eine herrlich schräge Symphonie mit heuchlerischen Tönen...

         An ihre spitzen Ohren drang das Raunen gefährlicher Erwartung jener, die von böser Magie verschluckt und ausgeweitet wurden. Dämonen kreisten um die stolzen Zinnen der riesigen Burg, der majestätischen Geburtsstätte der Mächtigen.

Sie konnte sie sehen, hören, sogar riechen und ihre wahnwitzigen Schreie des Entsetzens raubten den letzten Soldaten ihre Tapferkeit. 

         Aber er war stets mit ihr, hörte den Klagen des Windes zu, leistete dem Kampf für Frieden und Gerechtigkeit seine Kräfte, alle, die er entbehren konnte. Er leistete ihr seine Treue, egal in welcher Gestalt ihn das Schicksal die Untiere des Bösen zerstoßen ließ.

         Er war immer hier. Der Wolf im Gewand des Dämmerlichts. Der Wolf in Gestalt eines Freundes...

         Sie erinnerte sich mit einem stillen, traurigen Lächeln an den Tag, als jenes Getier das erste Mal leibhaftig vor ihr stand. Tief in sich wusste sie, die Zeit war nun gekommen. Und als sie seine sturmblauen Augen erblickte, wusste sie auch um das Herz eines friedliebenden Hylianers, der seine Kräfte breitwillig für die Rettung Hyrules einsetzen würde. Der Tag war gekommen. Die Schlacht gegen das Böse würde fortfahren. Und die Hoffnung hatte ihren Herzschlag zurückerhalten...

         Seit jenem Moment fieberte sie mit der Vorstellung wie wohl der junge Mann hinter der dämonischen Wolffratze aussehen mag. Es war kindliche Neugierde. Wissensdurst. Vorfreude. Scham. Schock. Angst...

Aber sie wollte dieses Wissen eingehen. Und so wartete sie geduldig auf die Rückkehr des Wolfes in Begleitung von Midna...

         Es war seltsam... sie konnte nicht einmal sein Knurren und Brummen als etwas deuten, was ihr Antworten geschenkt hätte. Aber seine Augen, sie waren es, die jene Worte erschufen, die der Wolf nicht sagen konnte. Dieses tiefgehende Blau, durchdringend, rätselhaft, ja geheimnisvoll und mysteriös. Es schien als verschluckte jenes Blau viele Dinge, bevor sie in die Seele des sogenannten legendären Helden Hyrules dringen konnten. Dinge wie Schwermut, Zweifel über das Blut Hunderter dämonischer Biester, die sich vorher noch mit anderem Blut besudelten. Diese Augen waren faszinierend und sie fand bis zu dem heutigen Tag keinen Vergleich dazu.

         Eine ignorante Beschäftigung, Beschreibungen für eine wunderschöne Augenfarbe zu finden, wo Hyrule in Trümmern lag und man bis hierher den Gestank verwesender Leichen auf dampfenden, zerstörten Schlachtfeldern riechen konnte...

         Sie wendete den Blick ab, verschloss sich selbst und ihre eigene Schande noch ein wenig mehr in dem dunklen Mantel, der sie ein wenig tröstete und wärmte in dem eisigen Schlosstürmchen. Und welche Schande doch auf ihr lag. Sie war weggelaufen... und konnte ihr Volk nicht beschützen vor der Auslieferung in das frevelhafte, barbarische Zwielicht, von dem die Hylianer ohne Wissen ein Teil geworden sind... 

         Ein Feigling. Ein Verräter war sie, wo sie führen und den Weg weisen sollte...

         Einmal mehr stolperte sie hinüber zu dem knirschenden Holzstuhl neben dem Fenster mit seinen hohen Lehnen und ließ sich langsam niedersinken. Es war einer der wenigen Gegenstände in dem Kämmerchen. Nur ein zerwühltes, unreines Bett lag vor ihren Augen, die trübsinnig aus der grauen Kapuze hervorstachen. Ein kleiner Hocker stand vor einem schwarzlackierten Sekretär, wo sich wenige Zettel Pergament befanden, auf denen man ihr erlaubte, trübsinnige Gedanken zu notieren, obgleich sie nie den Wunsch dazu verspürt hatte.

         Von den glühenden Kohlen stiegen winzige Wärmebrisen in die Luft und erfüllten das Zimmerchen des Schlossturms mit einem Geruch nach verbranntem Holz und beißendem Rauch. Die große, schwere Eisenpforte zu dem Gemach war angelehnt, so wie immer, sodass sie einige Zeit vorher hören könnte, wann der Wärter dieses Gefängnisses zu erscheinen gedachte. Das Klimpern der wuchtigen Eisenbeschläge seiner Rüstung war unverkennbar und sie vernahm es so oft und lauter werdend immer dann, wenn jene dämonische Wache die erste Stiege der endlosen, teilweise zerrütteten Wendeltreppe nahm. Der letzte Aufseher hatte sie vor wenigen Minuten kontrolliert. Ein kurzer Blick aus glühenden dämonischen Augen und die Bestie verschwand in der Finsternis, aus der sie kam. Sie könnte sogar jemanden hier verstecken und man würde es nicht einmal bemerken...

         Was interessierte es den Abschaum Hyrules, wenn eine Gefangene wie sie, die nichts tun oder bewirken konnte, in dunklen Kämmerchen ihre Lebensenergie aushauchte?

         Dieses einfältige Desinteresse der schwarzen Kreaturen Zantos war über die letzten Wochen noch angewachsen, sodass die Rundgänge, sich nach ihrem Verbleib zu erkundigen, ebenso weniger wurden. Und manchmal hatte ihr unbestimmtes Zeitgefühl den Gedanken, es käme keine Wache mehr. Die barbarischen Dämonen, die ihr Hyrule schändeten, wären ausgelöscht und ihre glühende Asche wäre vom frischen Wind der Steppe hinfort getragen worden. Und sie als Herrscherin des Landes wäre frei...

         Ihre Augen schlossen sich lethargisch, verursacht nur durch diesen Wunsch, einmal mehr Licht und Wärme zu fühlen. Sie sah sich selbst über die uralte Steppe wandeln, genoss den frischen Geruch nach dem grünen Saft lebendiger Grashalme, die sich im Wind wogen. Ihre nackten Fußsohlen würden gekitzelt von sandigem Boden und jungen Gräsern, die sich dem Licht entgegenreckten. Das goldbraune, lange Haar würde ihr ins Gesicht wehen, während sie mit ausgestreckten Armen diesen Frieden hier auf der märchenhaften Steppe erkennen und spüren könnte. Und ihre blauen Augen würden erfüllt sein von reinen Freudentränen, wenn das Licht der drei Lebensgeister Lanayru, Faron und Eldin die Sinne umschloss.

         Etwas so kostbares wie der uralte, magische Schein der Lichtgeister berührte die Seele nur einmal, das sagten die Gelehrten immer. Das goldene Licht der Wahrheit berührte die Seele, wenn sie ihren Weg der Freiheit eingeschlagen hatte und nicht scheute oder floh. Es wäre ein goldener Siegeszug hinein in die Erkenntnis. Ein Erinnern an tausend Leben zuvor...

         Licht und Wärme...

Mehr verlangte sie nicht für ihr in Zwielicht getauftes Volk.

Mehr entsann sie nicht für die Welt ihrer Ahnen.

         Doch je mehr Zeit entschwand, umso weiter entfernte sich für sie dieser Wunsch so voller Demut.

         Der teure Stoff ihrer Handschuhe ließ sie das raue Holz der schmalen Lehnen des Stuhles nicht spüren, als sie sich auf die schwachen Beine erhob. Seit Tagen schon fühlte sie diese Schwäche in sich, da das Land und dessen Freiheit blutete...

         Sie tapste zaghaft zu den glühenden Kohlen des Kamins, legte ihre Handschuhe ab und rieb die Handinnenflächen aneinander, nur um ein wenig mehr von Wärme in diesem eisigen Kämmerchen zu spüren.       Es war nicht viel, das man mir ließ. Aber es war genug, um ihre Hoffnung am Leben zu erhalten. Vielleicht war dies die Grausamkeit des Gottes, dem sich Zanto so selbstherrlich zu Füßen warf und nicht bemerkte, wie jener Irrglaube an das Böse ihn in den Wahnsinn trieb. Dieser Puppenspieler hinter Zanto, der die Fäden in den Händen hatte, er wusste ganz genau, wie man die Hoffnung leise und ausdauernd zermürben konnte. Seine Taktiken waren unmenschlich, aber schon beinahe genial und gespenstisch...

Denn er packte die Hoffnung an der Wurzel und vernichtete sie stückchenweise, wie ein Gift, welches die Adern eines Hylianers langsam zerfraß...

         Sie kauerte sich nieder, fühlte den kalten, staubigen Steinboden unter ihren schlotternden Knien und beobachte in Begleitung nutzloser Gedanken, die sie immer mehr in das Reich der Trauer zogen, das Bisschen aufsteigende Wärme der Kohlen.

         Und es war in eben diesem Moment, das sie etwas aufschrecken ließ. Ihr Blickfeld wand sich träge in die Finsternis des kleinen Zimmers, erhaschte jeden möglichen Schatten, der sich hier verstecken konnte. Ganz deutlich drang ein klirrendes Geräusch an ihre Ohren und sie erhob sich in Windeseile. Zaghaft trat sie zu der verrosteten Eisentür und schob jene wenige Zentimeter weiter zurück. Ein Quietschen und Brummen hallte in die Tiefe und dann schlich sich erneute Stille ein.

Die junge Lady lehnte sich gegen die alte Pforte, lauschte mit Anspannung und Neugier und grübelte nach dem klirrenden Geräusch, welches so untypisch für die Wächter dieses Verlieses schien. Es war leiser. Sanfter und irgendwie breitgefächerter. Mehrtonig und unregelmäßig. Es klang wie das Zupfen der stimmlosen Seiten einer Harfe ohne Klangkörper. Wie Stecknadeln, die zu Boden fielen. Und vielleicht beinahe wie die Krallen einer Pfote, die auf rauem Grund schabte.

         Sie kämpfte mit sich selbst, Furcht und Neugierde im Gefecht, und trat wagemutig durch die Eisentür. Der Weg die Holzstufen hinab war nur spärlich beleuchtet durch den Schein der einzigen Kerze in ihrem Gefängnis. Das wärmende Blendwerk erhellte lediglich die ersten Stufen. Langsam trat sie näher, erfüllt von Misstrauen und der Ängstlichkeit, die sie sich seit der Festnahme zu Eigen machen musste.

         „Ist da jemand?“ Ihre Stimme erklang ihr so unwirklich und fremd in den Ohren, als wäre sie kein Teil mehr ihres siebzehnjährigen Körpers. Nicht verwunderlich, mahnte sie ihr Verstand. Wie selten hatte sie diese kleinliche Mädchenstimme die letzten Tage verwenden können?

         Einige Sekunden verstrichen. Trügerische Momente der Stille.

Und es kam keine Antwort auf die Frage nach Anwesenheit.

         Sie trat einige Schritte weiter nach vorne ohne die beginnende Finsternis des Ganges aus den Augen zu lassen. Auch das Geräusch setzt wieder ein, beunruhigte sie, versetzte sie in leichte Panik.

„Wer ist da?“, rief das Mädchen zitternd, nur um das ängstliche Kind in sich zu betäuben.

„Gebt Euch zu erkennen!“ Diesmal war diese Stimme beherrschter und stärker. Sie schallte noch weitentfernt und sendete der Besitzerin ein beschwörendes Echo zurück.

         Aber es tat sich nichts. Das klirrende Geräusch schien ihre eigenen Sinne zu trügen...

War es nur die Einbildung ihres erschöpften Körpers, der sie Wahngeräusche hören ließ, die nicht waren? Langsam schob sie die quietschende Tür wieder zurück, sodass erneut der schmale Spalt übrig blieb.

         Sie atmete tief ein, und drehte sich in Richtung des großen Fensters mit den schwarzgemalten Rahmen. Doch nun, so spürte und sah sie plötzlich, war sie nicht mehr allein...

 
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