Kapitel 44
 

Kapitel 44

 

 

 

 

Link war der erste, der am Morgen des nun zwölften Tages in Hyrule seine Augen öffnete. Die beiden Hylianer befanden sich ruhend in der kleinen Heuhütte in der Nähe der Burgruinen.

Gähnend überblickte Link seine Lage und stellte fest, dass Zelda anschmiegsam neben ihm lag und schlief.

Ohne nachzudenken, begann Link sie auf ihrer Wange zu streicheln, strich vorsichtig einige blonde, seine Haut kitzelnde, Haarsträhnen aus ihrem hübschen Gesicht und ließ sich wieder auf das Heu fallen, merkte aber im selben Augenblick den Schmerz der Realität. Richtig, dachte er. Die Peitschenhiebe...

            Leicht fluchend drehte er sich um, sodass er seinem Engel direkt ins Gesicht blickte und sich auf selber Höhe mit ihren Augen befand. Ihre schön geschwungenen Wimpern zuckten kurz und ihr roter, für Link zum Sterben begehrenswerter Mund öffnete sich einen schmalen Spalt. Sie holte leise Luft und schreckte plötzlich unkontrollierbar zusammen.

Hylianische Wörter entkamen ihren Lippen, jedoch kannte Link diese nicht. Sie musste eine alte hylianische Sprache reden. Doch ständig wiederholte sie ein und denselben Wortlaut, bis sie sich unbewusst an Link festkrallte. Ihre rechte Hand hielt sich beinahe schmerzhaft an seinem Oberarm fest und er spürte überrascht, wie sich ihre Fingernägel in seine Haut gruben. Sie musste erneut ihren Traum haben, dachte Link. Jenen grausamen Traum, den er nicht wissen sollte.

„Wenn du nur wüsstest, wie sehr... ich dich...“ Noch bevor er seinen Satz zuende gesprochen hatte, blinzelte sie. Sanft hoben sich ihre Augenlider vollständig, gaben mit Schatten belegte blaue Augen preis und schließlich stand unleugbare Überraschung jenem Blau.

            Sie sah ihn verdutzt an. Dann verwirrt. Dann entsetzt.

            Zornig rutschte sie einige Meter von ihm weg, zog ihre Decke bis zu dem Kinn und schüttelte nur mit dem Kopf.

„Guten Morgen, Zelda“, meinte Link, der nicht begreifen wollte, wie scheu sie doch sein konnte.

„Übrigens...“, sagte er, „Du warst diejenige, dich sich an mich rangekuschelt hat und nicht umgekehrt,  meine Liebe.“

Sie zog eine verärgerte Schnute und erwiderte: „Das hätte ich gemerkt. So was würde ich niemals tun, du ungehobelter Klotz.“

„Ja, ist gut, Zelda. Pass’ bloß auf, dass nicht irgendwann das böse Erwachen kommt...“, sagte er kaltschnäuzig, grinste aber in sich hinein. Soll’ sie doch schmollen, oder schlechte Laune haben... Ihm würde heute nichts mehr auf den Magen schlagen.

            Sie frühstückten und hatten noch einige Pakete mit Knäckebrot, die sie herauskramten. Zelda schwieg während des gesamten Frühstücks. Sie schwieg während Link die Sachen packte und sie schwieg, als er sie fragte: „Bist du soweit? Wir müssen weiter.“ Sie stand auf und folgte ihm ohne weitere Worte aus der mit Heuhaufen gestapelten Hütte heraus.

 

Sie reisten weiter, liefen einige Stunden über die gigantische herrliche Steppe, vorbei an steinernen Wegmarkierungen, vorbei an einer winzigen Ortschaft und einem kleinen kristallklaren See. Zelda schwieg immer noch und grübelte über eine wichtige Sache nach, die sie einfach nicht losließ. Was war mit ihrer Freundschaft zu Link? Und obwohl er meinte, es wäre vorbei, verhielt er sich so liebevoll ihr gegenüber, wie zu Beginn ihres gemeinsamen Abenteuers. Sie kapierte es nicht. Warum tat er das? Er hatte jeden erdenklichen Grund sie im Stich zu lassen, sie ganz und gar zu ignorieren und sie nicht einmal anzublicken...

Was war nur der Grund für sein Verständnis, seine Herzenswärme… er war so untypisch für irgendjemanden, den sie von damals kannte, auch heute noch.

Link war immer schon einfach nur empathisch für die Leute in seiner Umgebung und so vielleicht auch gegenüber Zelda…

            Gerade in dem Augenblick blieb der Heroe unverhofft stehen und spähte mit ernster Miene nach Osten, wo eine lange Kette aus Bergen Hyrule von einem weiteren Land abgrenzte. Seine ozeanblauen Augen versanken in diesem Bild, als befände er sich in tiefer, tiefer Trance.

Und dann rührte er sich nicht weiter, lediglich der Wind wehte sein goldblondes Haar auf. Eine schöne Seitenansicht, dachte Zelda. Sie gab genau die Stärke und Bereitschaft sich jeder Gefahr zu stellen ihres Helden wieder. Selbst sein entschlossener, tapferer Blick und die ernsten Züge seines Gesichtes. Jede einzelne Eigenschaft seiner besonderen Seele spiegelte sich in diesem Profil.

            „Link?“, sagte Zelda leise, trat neben ihn und versuchte seine Aufmerksamkeit auf sie zu ziehen, aber es klappte nicht. Sie blickte ebenso in Richtung Osten, aber konnte nichts Ungewöhnliches entdecken.

„Link!“, sagte sie diesmal energischer, aber er führte nur einen Zeigefinger an seine Lippen und meinte angestrengt und gedämpft: „Pst. Hör’ genau hin...“

War er vielleicht doch in einer Art Trancezustand?

 

Einige langwidrige Minuten vergingen und Zelda hatte es sich auf der Wiese bequem gemacht. Sie trank einen Schluck Wasser und schaute in den düsteren Himmel, wo eine schmierige Suppe von grauen Wolken haftete, den ganzen Himmel bedeckend, nicht vorüber ziehen wollte. Feine Luftzüge wurden nähergetragen. Wind kam auf. Stärkerer Wind als vorher. Die Ankunft einer möglichen Gefahr.

            Link drehte sich zu Zelda um, packte sie grob an ihrer rechten Hand und zog sie ruppig auf ihre Beine.

„Wir müssen weg. Sofort“, sagte er bestimmend. Seine Stimme war so anders als sonst, nicht mehr feinfühlig, nicht mehr angenehm. Gelassenheit sendete sie nun aus und eigensinnige  Forsche.

            Dann rannte er mit Zelda, die wieder einmal seine Reaktion nicht verstand, davon. Er lief immer schneller, zerrte seinen Engel an der Hand hinter ihm her, ohne zurückzublicken.

„Link? Was soll’ das? Sag’ mir endlich, was los ist?“, rief sie.

„Spürst du das nicht?“, fragte er und schleifte sie wirsch hinter sich her.

„Wir brauchen sofort ein Versteck oder einen anderen Unterschlupf.“ Und der Wind, der ihnen entgegenkam, wurde wärmer, unangenehmer, als ob er etwas Gnadenloses verbarg und ein anderes teuflisches Gesicht preisgab.

            Zelda begann zu zicken und lief extra langsamer. Ungeduldig ließ sie absichtlich seine Hand los, aber er packte sie einfach am Gelenk und rannte weiter über das trockene Steppengras unter seinen Füßen.

„Verdammt Link, sag’ mir, was los ist?!?“ Keine Antwort. Link schwieg und dachte im Moment nicht daran, ihr nur irgendetwas zu erklären. Warum konnte sie ihm nicht einfach vertrauen, so wie sie es einst getan hatte?

            Und die Situation war tatsächlich ernster, als es den Anschein hatte. Allmählich wurde es dunkel und ein rötlicher Schein der Abendsonne bedeckte den grauen Himmel in einem Spektakel von grau bis blutigschimmernden Wogen.

            Außer Puste blieb Link kurz stehen und schaute in Richtung der uralten, magischen  Kokiriwälder, die inzwischen sichtbar waren.

„Link? Was ist nur in dich gefahren?“ Zelda ließ sich nach Atmen ringend auf die Knie sinken und blinzelte ihn an. Er entgegnete ihren Blick nicht und überlegte stattdessen  krampfhaft, was er vorhin gespürt hatte. Es war wie eine neue Gefahr, gegen die man machtlos ist. Vielleicht eine Naturgewalt oder ein neuer Feind, der so mächtig war wie ein unrechtmäßiger Gott. Irgendetwas trieb ihn zur Eile, aber jetzt schien sich diese Gefahr verflüchtigt zu haben. Oder wurde Link jetzt schon paranoide?

            Link setzte sich zu Zelda auf das grüne Gras von Hyrules gigantischer Steppe und meinte: „Hast du denn nichts... Gewaltiges gefühlt, Zelda?“ Sie schaute auf, schüttelte den hübschen Kopf mit einem nachdenklichen Ausdruck.

Dann legte sie eine Hand auf seine Stirn. „Hast du vielleicht Fieber?“ Link glotzte nicht schlecht, war baff, allein wegen ihrer warmen Hand auf seiner Stirn.

Er zwinkerte. „Vielleicht habe ich welches... krank bin ich auf jeden Fall...“

            Zelda sah ihn komisch an, als ob sie nicht verstanden hätte, was er damit meinte. „Wie soll ich das verstehen? Du bist krank?“

„Ja, genau... liebeskrank...“ Und er grinste, stand dann aber auf seinen Beinen, da er sich total verplappert hatte. Niemals wollte ihn ein solches Wort herausrutschen und nun war es dennoch geschehen. Ihr Götter Hyrules, bitte, näht mir den Mund zu, dachte er.

            Plötzlich war es da schon wieder... dieser Anflug einer gewaltigen Gefahr und nirgendwo gab es für Zelda oder Link einen Unterschlupf, nur einsame Steppe weit und breit mit wenigen dikotylen Laubbäumen. Erschrocken hetzte Link auf, fühlte in seinen Blutadern etwas entlang rauschen, ähnlich einer feurigen Hitzewelle, die sich nach Sauerstoff verzehrte. Es hetzte ihn, stichelte seine Sinne, trieb ihn aus unverständlichen Gründen zur Eile.

             „Zelda... da ist es schon wieder. Irgendetwas stimmt nicht.“ Er lief einige Meter und blickte erneut zu dem Gebirge im Osten. „Etwas nähert sich. Wir sollten nicht verweilen.“

Und die Prinzessin begann ihm jetzt wirklich zu glauben. Es wehte ein stärkerer Wind als vorher, aber er fühlte sich an wie verbrauchte Luft, die einem entgegengeschleudert wurde, fast wie: ,verbrannte’ Luft...

            Sie eilten zügig voran, marschierten schnell in Richtung der geheimnisvollen, tiefen Kokiriwälder, als die wohligduftende, frische Luft der Steppe einen Gestank wie abgestandene Säure annahm. Auch Zelda erkannte jetzt die Gefahr und wusste, etwas bewegte sich auf sie zu, mordlüstern, gebieterisch.

Sie hetzten schnellen Schrittes über das graugrüne Gras und fanden ein schmales Erdloch, das aber nicht wirklich Schutz bot. Dennoch warteten sie einige Minuten darin und schauten aufmerksam in alle Richtungen des Königreiches.

Gespannt schauten zwei Paar blaue Augen aus dem Spalt hervor und konnten einige Minuten lang nichts ungewöhnliches entdecken. Gerade als sie teilweise erleichtert aus dem Erdloch krochen, geschah es schon wieder. Link spürte Todesgefahr, Schutzlosigkeit und Bedrängnis. „Zelda, ich muss dich warnen. Irgendwie habe ich ein sehr ungutes Gefühl.“ Sie nickte zögerlich und schließlich liefen sie weiter, den Blick stets auf die Wälder des Ostens gerichtet.

            Link stoppte abrupt, vernahm ein seltsames Geräusch, das er nicht definieren, nicht orten konnte. Zelda drehte sich zu ihm um und meinte missgelaunt: „Erzähl’ mir nicht schon wieder, du spürst eine Gefahr.“

Aber Link schaute nur nachdenklich in Zeldas kristallblaue Augen. Zuerst dachte Link, sie würde ihn ansehen, dann aber verweilte ihr Blick eher an seinem rechten Ohr, oder bewusst an ihm vorbei. Link verstand nicht. Zeldas Augen weiteten sich plötzlich mit Schock, ihr Mund klappte erschüttert auf und sie murmelte ängstlich: „…Link…“

„Jep. Was ist?“ Und noch immer standen ihre Augen starr vor Entsetzen nach Süden gerichtet.

„Dort…“

„Was?“, meinte er genervt.

            Dann hob Zelda zitternd ihren rechten Arm und sie deutete in Richtung Süden, genau zu jenem Pfad, aus dem sie gekommen waren. Gemächlich drehte Link seinen Kopf nach Süden, erschrak in einem Augenblick der blanken Entrüstung, konnte nicht glauben, was ihm seine eigenen Augen zeigten.

            Weit von den zwei Hylianern entfernt tobten drei heftige, flammende Tornados über die Steppe, jeder so gewaltig, bis hin in die höchsten Wolken reichend, die es in dieser Welt gab. Jeder so gigantisch mächtig, dass er Bäume aus den Angeln reißen konnte, so zerstörerisch, dass er nichts auf seinem tödlichen Schicksalsweg verschonte. Wie reißende Fangarme wirbelten monströse Flammen um einen Mittelpunkt, zeugten von tiefstem Höllenfeuer, wüteten, zerstörten und folterten die blühende, märchenhafte Steppe Hyrules.

            Schwarze Magie schickte jene Wirbelstürme, die in sich das Element des Feuers trugen. Schwarze Magie führte die unheilschwangeren Naturgewalten in eben die Richtung der beiden schutzlosen Hylianer, wollte verbrennen und vernichten.

            Links Lippen entkam ein simples: „Mein Gott“, bis er vor Gelähmtheit keine Worte mehr hervorbrachte. Es begann zu kochen in seinen Venen, begann zu brodeln, gleich einer übernatürlichen Macht, die sich im kostbaren Blut festsetzte.

            Ergriffen von Angst und Aufregung, rannten die beiden in ihrer Todesgefahr davon, überquerten furchtsam einen Bach, hasteten über eine halbeingestürzte Brücke einer kleinen Schlucht, und flohen vor einer Gefahr, die sie nicht bezwingen konnten.

Link wagte verzweifelt einen Blick zurück und begriff, dass etwas Dämonisches diese Tornados steuerte, ein Monster ohne Gefühle und Mitleid. Andernfalls würden sich diese flammenden Gefahren sicherlich nicht genau in ihre Richtung bewegen. Zügellos kamen die lichterlohen Angreifer näher, zerstörten alles, was ihnen in die Quere kam, rissen mit sich, was von den Flammen nicht vernichtet wurde, nährten sich an dem Leben in der Steppe.

            Die Luft glühte, brannte in den Lungen. Die Temperaturen stiegen extrem an. Die wütenden Naturgewalten würden ein Bild der Verwüstung hinterlassen, würden Hyrules sonnige Steppe mit einem Zeichen des Hasses brandmarken. Zelda und Link preschten weiter, doch die blonde Hylianerin wurde langsamer, verlor an Kraft, Ausdauer und mit jedem Stück verbrannter Steppe, fühlte sie ein Teil in ihrer selbst sterben.

Der Schweiß glänzte über ihrer Stirn, lief ihr stechend in die Augen und schmerzverzerrt kniff sie diese zu, aber rannte weiter, selbst wenn die Angst sich wie lähmende Schnüre um die eigene Seele wanden. Ihre Knie zitterten und instinktiv griff sie nach Links Hand, dessen Nähe ihr Kraft gab.

            Auch Link wusste nicht mehr weiter. Er gab es nicht gerne zu, aber er hatte Angst, ja eine fremde Art von Angst, die er aber nicht zeigte und unter Verschluss hielt. Er drückte Zeldas Hand noch fester, so als ob er sicher gehen wollte, dass sie hier war und rannte geradewegs mit ihr auf die flüsternden, alten Wälder zu, von denen er hoffte, sie würden sie beide schützen. Schutz, wie ein Pfahl steckte jenes Wort in seinen Gedanken. Schutz...

            Er wagte einen Blick zurück und erkannte wie gefährlich nah die flammenden Wirbelstürme ihnen schon waren. Wenn jetzt kein Wunder geschah, wäre das ihr Grab- ein flammendes Grab, das jedes Geschöpf binnen Sekunden in Asche verwandelte. Auch das, was sie hinterließen- eine Spur trockene Erdoberfläche zeugte von ihrer Zerstörungskraft und machte deutlich, das jene flammenden Wirbelstürme keine Illusionen waren. Das war’s, dachte Link und lief so schnell ihn seine Beine tragen konnten, aber Zelda wurde immer langsamer…

            Sie jagten weiter, ständig die dämonischen überlegenen Angreifer im Genick, stürmten verzweifelt einen steilen Abhang hinauf, der Kraft und Zeit kostete. Viele, viele alte Laubblätter lagen hier verteilt, machten den einzigsten Weg rutschig und hinderlich. Inzwischen rangen beide heftig nach Luft, aber Jammern nützte in der Situation nichts. Die Beine taten weh, jeder Atemzug brannte, da verbrannte Teilchen wie giftige Kristallsplitter in der Luft herumwirbelten. Sie stürzten beide und hielten sich an herausstechenden Wurzeln einiger alleinstehender, widerspenstiger Bäume fest. Der Abhang wurde steiler und steiler, aber es gab keinen anderen Weg.

Zelda verlor schreiend den Halt, rutschte schmerzhaft einige Meter zurück und lag regungslos mit dem Gesicht zu Boden.

            „Zelda!“, fauchte Link, blickte entsetzt zu ihr und dann in Richtung der monströsen Naturgewalten. Selbstlos ließ sich der junge Held zu ihr herab gleiten. Er rüttelte sie, schaute in zwei mutlose blaue Augen und zerrte sie erneut auf die Beine. Ein angsterfüllter Blick. Eine kurze Berührung. Und erneut kletterten sie so gut es ging den lästigen Abhang hinauf, während die flammenden Schrecken näher kamen, zu nah waren…

            Zelda rannte mit aller übrigen Kraft, saugte sich den letzten Rest Magie aus ihrer Seele, um damit ihren Körper zustärken, aber mit jeder zerrinnenden, kostbaren Sekunde wurden ihre ungleichmäßigen Schritte schwerer.

„Link… ich kann nicht mehr“, flehte sie. Und ihre Schritte wandelten sich in ein taubes Gehen. Dann kam sie mit den Tränen in den Augen zum Stehen und stürzte jammernd zu Boden. „Wo sollen wir nur hin, wir schaffen das nicht“, wehklagte sie und schlug wütend mit ihren Händen auf den Boden ein.

„Verdammter Hurensohn. Ganon, du ekelhaftes Stück Vieh!“, brüllte sie und schleuderte ihre Hände auf das stumme Gras.

„Du Schwein. Du ekelhaftes, nutzloses Biest!“, fauchte sie, während Tränen aus ihren Augen quollen. Ihr ständig unter Verschluss gehaltener Hass gegen den Fürsten des Schreckens strebte hervor. Weitere hylianische Schimpfworte sprudelten aus ihrer Seele.

            Link berührte sie sanft an den Schultern und sagte nachdrücklich: „Bitte Zelda, du musst jetzt stark sein, du musst jetzt kämpfen. Wer außer uns soll’ noch die Welt retten. Bitte.“ Er nahm sie an der Hand und schleifte die wehrlose Zelda hinter sich her. Aber auch Links Schritte wurden langsamer und er fühlte Müdigkeit aufkommen. Die Tornados waren nun so nah, dass Link sie pulsieren hören konnte, dass er ihre Zerstörungswucht fühlen konnte. Etwas Zorniges durchwühlte die Luft, wie Poltergeister, die ihre Rache ausführten.

Und immer schmerzhafter war es zu atmen, immer mehr brannte die vergiftete Luft in den menschlichen Lungen. Doch Link gab nicht auf, er wollte nicht aufgeben. Ich werde hier nicht mein Ende finden, sagte eine mutige Stimme in seinem Kopf. Und gesteuert durch eine fremde Kraft wurden Links Schritte wieder schneller. So schnell, dass Zelda endgültig nicht mehr mithalten konnte und kraftlos zu Boden stürzte. Vor Stärke protzend nahm der junge Heroe Zeldas federleichtes Gewicht auf seine Arme und rannte mit der verwirrten Prinzessin der Hylianer, die nicht mehr wusste, wie ihr geschah, davon. Woher nahm er nur diese Energie?

            Links Blick wandelte sich, als sie beide den Abhang hinter sich hatten, und Zelda jetzt wieder genug Puste hatte, um alleine laufen zu können. Denn keine fünfzig Meter entfernt stand Namenlos und wieherte fröhlich, als er die beiden Hylianer entdeckte. Auch Zelda fand ein Lächeln als sie den schwarzen Hengst sah. Schnell rannten sie auf das Pferd zu, stiegen auf, Zelda hinter Link, und geschwind ritten sie in Richtung der Wälder. Der Abstand zu den feuerbrünstigen Wirbelstürmen blieb und wurde nicht mehr kleiner. Ein erstes erleichterndes Seufzen entkam Zeldas Mund, als sie sich mit geschlossenen Augen an Link lehnte.

            Der Heroe blickte dennoch mit Sorge nach hinten. Was, wenn sie den Wald erreichten? Die Stürme der Finsternis würden wohl kaum vor den Wäldern Halt machen.

„Zelda, alles in Ordnung?“, sagte er und blickte über seine Schulter.

„Ja, danke…“, murmelte sie leise und hob ihren Kopf ein Stückchen an. „Ich hoffe, die Magie des Dekubaumes wirkt noch. Es könnte sein, dass sich die Stürme Ganons dort auflösen…“

„Du bist dir sicher, dass Ganondorf dahintersteckt?“

„Ja, wer sonst“, sagte sie seufzend und lehnte ihren Kopf wieder zitternd an Links Schulter.

„Welch’ Glück, dass Namenlos hier war.“

„Sieht so aus, als verdanken wir diesem Pferd unser Leben.“, meinte Link und striegelte mit einer Hand die Mähne des Hengstes.

„Danke, mein Guter…“, sagte er und das Pferd galoppierte auf die Bemerkung hin noch schneller über die Steppe in Richtung der Wälder.

            Wie Zelda hoffte, lösten sich die Wirbelstürme einfach im Nichts auf, verfielen alter Magie,  als sie die Nähe der Wälder erreichten. Auch Link fiel nun ein Stein vom Herzen…

           

Die Abendsonne stand am Himmel und warf einen angenehmen Schein über die märchenhafte Steppe Hyrules, auch wenn ein großer Schandfleck verursacht durch Ganons Teufelsstürme einen Teil ihrer Schönheit raubten. Link und Zelda saßen umgeben von alten Bäumen an einem Lagerfeuer. Seit dem Vorfall hatte Zelda nichts mehr gesagt und sie schwieg weiterhin, als sie melancholisch mit einer Tontasse gefüllt mit gelblichen Tee in der Hand in die Flammen starrte. Sie rasteten am Rande der riesigen magischen Wälder und bis hinein ins Herz der Kokiriwälder würde noch viele Stunden verstreichen. Daher blieben sie nach dem anstrengendem Tag hier, um morgen in aller Ruhe nach der Weisenstätte zu suchen.

            Link wühlte in seinen Sachen herum, als Zelda leise seufzte. Er sah auf und blickte zu ihr hinüber. Sie saß da zusammengekauert und ihr dunkler Mantel, den sie sich umgelegt hatte, war total beschmutzt und hatte an manchen Stellen Löcher oder Fäden. Sein Blick wanderte zu ihrem goldenen Haar, das zerzaust an ihren Schultern herunterhing.

Und ein kleiner Stich in seinem Herzen sagte ihm, wie sehr er es bereuen würde, wenn er ihr nicht bald gestand, was er empfand… und wie sehr er sie brauchte. Er kramte eine Decke aus seiner Tasche hervor und lief die wenigen Schritte zu ihr hinüber. Langsam legte er die Decke um ihre Schultern und erhielt einen überraschten Blick von ihr, als sie sich verwundert nach ihm umdrehte.

            Ein Schatten lag über dem Blau ihrer Augen, die im flackernden Feuer wie zwei reine Saphire aus ihrem makellosen Gesicht hervorstrahlten. Einige Strähnen ihres Haares hingen verstreut über ihren blassen Wangen. Link starrte sie wie hypnotisiert an, da sie im Augenblick so wunderschön aussah.

Sie drehte sich wieder um und schwieg nach einem leisen: „Danke… für die Decke.“

„Wegen vorhin… woher wusstest du, das Ganondorf diese Stürme geschickt hat?“ Sie zuckte nur mit den Schultern und schwieg, als ob sie sich vor Link in gewisser Weise verstecken müsste.

„Warum redest du nicht mit mir, Zelda? Ist meine Nähe für dich so unerträglich?“, sagte er ein wenig lauter und stand dann frustriert auf.

„Entschuldige…“, meinte Link und lief zu seinem Schlafsack. Er wollte sie nicht schon wieder anschreien, aber seit dem Vorfall mit den Schreckensgestalten ging sie ihm erst recht aus dem Weg. Sie hatte ja schon vorher nicht mehr vernünftig mit ihm gesprochen, aber nun…

Für Link war die Situation wie sie jetzt war noch schlimmer als vorher. Erst stritt sie sich mit ihm, warf ihm Dinge an den Kopf, die er lieber nicht gehört hätte und nun das… irgendwie tat es weh, zu sehen, wie scheu Zelda sich verhielt. Und mit jeder Stunde, die verging zog sie sich mehr zurück in ihre kleine distanzierte Scheinwelt. Verdammt, was soll’ ich denn noch tun, fragte Link den inneren Helden in ihm?

            Dann hatte er allerdings eine äußerst, wie sagt man… unverschämte… Idee.

            Link erinnerte sich an die Worte des kleinen Bengels, der immerhin zugegeben hatte, ein Teil von ihm zu sein. Vielleicht sollte er auf seinen Rat hören, wenn er sozusagen zu seiner Persönlichkeit gehörte. Was hatte er zu ihm so leise zugeflüstert? Ach ja. Es fiel Link wieder ein. Wie sollte er auch so eine Art Verhalten vergessen? Der Bengel meinte: ,Küss’ sie einfach.’

            Himmel, das klang so einfach. Aber Link hatte im wahrsten Sinn des Wortes Panik, wenn er daran dachte, erst Recht, wenn Zelda sich ihm gegenüber wie eine zickige, arrogante Königstochter verhielt. Und außerdem... hatte er Angstzustände bei dem Gedanken daran, dass sie möglicherweise nach der Aktion überhaupt nicht mehr mit ihm reden wollte.

,Einen Versuch ist es wert’, schallte diese Kinderstimme in seinen Gedanken. ,Oder willst du nicht? Dabei siehst du so aus, als ob du das gerne tun wolltest.’ Links Augen wanderten hinauf an das dunkle Himmelszelt und wenn er sich nicht noch halbwegs beherrschen könnte, würde er sofort anfangen, seine Panik herauszubrüllen.

            Grüblerisch blickte er zu Zelda und überlegte, ob er eine solche Frechheit wirklich wagen könnte. Sie schaute zu dem hitzigen Feuer und umfasste mit einer Hand das Medaillon um ihren Hals. Hitzig, ja genau das war es. So fühlte sich Link im Moment.

            Donnerwetter hoch dreizehn, fluchte er in seinen oberflächennahen Gedanken und wühlte aufgeregt in seinen blonden Haaren herum. Er fasste sich ein Herz, setzte sich zu ihr, packte sie sanft an den Schultern und blickte in ihre verwirrten, kristallblauen Augen. Aber er schwieg und sah sie nur an, entdeckte die Spur von Tränen in ihren Augen. Sie drehte ihren Kopf scheu zur Seite und wich ihm wieder aus.

            Dann machte es Klick in Links Kopf und irgendein Mechanismus wurde in Gang gesetzt. Wahrscheinlich wusste er selbst nicht einmal mehr, was er tat.

„Diesmal lass’ ich dich nicht entkommen“, bemerkte er flüsternd. Noch ehe Zelda etwas tun konnte, legte er schnell, aber leidenschaftlich seine Lippen auf ihre. Mit vor Schreck aufgerissenen Augen klappte Zelda leicht nach hinten weg, konnte sich aber noch fangen. Doch Link ließ nicht von ihr ab- ganz im Gegenteil. Das nächste, was sie wahrnahm, waren Links glühende Hände, die sich auf ihren schmalen Rücken bewegten, sodass sie sich unmöglich losreißen konnte. Ihr Puls explodierte halb, vor Wut und andererseits vor Aufregung.

Noch immer standen ihre Augen starr und sie erwiderte seinen Kuss nicht. Seine linke Hand wanderte zärtlich zu ihrem Hals. Aber selbst diese Berührung konnte sie nicht genießen. Entgeistert stieß die anmutige Schönheit Link mit ihren Händen weg. Entsetzt, mit geweiteten Augen, Scham und Beleidigung auf ihrer Zunge, sah sie ihn an, fand aber weder die richtigen Worte noch etwas anderes, um auf diese Dreistigkeit zu reagieren.

Benebelt fuhr Link sich über seine Lippen und stand auf. Er drehte ihr den Rücken zu und kratzte sich kindisch am Kopf.

            „Ich kann nicht glauben, was du gerade getan hast“, sagte sie sauer.

„Ich auch nicht. Keine Sorge, kommt nicht wieder vor“, meinte er vorwitzig. Aber irgendwie fühlte er sich jetzt entspannt und kein fieses Wort aus Zeldas Mund könnte ihn jetzt noch die Laune verderben.

„Du findest das wohl auch noch lustig? Hast du denn keinerlei Manieren?“ Zelda platzte der Kragen, jetzt, da sie erst richtig begriff, was soeben passiert war. 

„Ach Zeldaschatz, du weißt, dass ich keine Manieren habe und außerdem ist das sehr angenehm gewesen. Für dich wohl nicht?“ Ihr Mund stand fassungslos halb offen und vor Rage färbten sich Zeldas Wangen rot.

Sie sprang auf und brüllte cholerisch: „Was glaubst du eigentlich, wer du bist, du Bastard. Noch einmal und...“ Sie fand nur leider keine passenden Worte für eine ernstzunehmende Drohung.

Link drehte sich um und schmunzelte mit seinem hinterhältigen Heldengrinsen angesichts der Empörung in Zeldas Gesicht.

„Was dann? Willst du mich mit einem Fluch belegen? Oder möchtest du noch einen Kuss?“

            Das brachte nun endgültig das Fass zum Überlaufen und Zelda fühlte, wie einige ihrer Körperzellen vor Angriffslust zerplatzten.

„Link!“

„Ja genau, so ist mein Name, immer gewesen und wird er immer sein, meine Teure.“ Er schürzte seine Lippen und warf ihr einen Kussmund zu.

„Du verdammter Mistkerl. Das wird ein Nachspiel haben.“

„Ja, das hoffe ich doch, ein so richtig langes, angenehmes Nachspiel, mit viel Liebe.“ Und auch auf diese Dreistigkeit fand Zelda keine Worte. Seit wann führte Link derartige Gedanken im Schilde und seit wann redete er so offen darüber? Sie war zu entsetzt, um noch etwas zu sagen. Schnaufend und mit angestauter Wut im Bauch drehte sie sich um. Sie verschränkte ihre Arme und spielte die Beleidigte.

            „Komm’ schon, Zelda, als ob es ein Verbrechen wäre, dich zu berühren oder zu küssen. Katastrophe. Katastrophe... beim König von Hyrule, ich habe die Prinzessin geküsst“, sagte Link rüpelhaft, aber ohne jeden Hauch von Ärgernis oder Reue. Es machte ihm nun wahrhaft Spaß seine Prinzessin herauszufordern. Ja, er liebte es sogar.

Zelda schüttelte nur den Kopf und konnte nicht glauben, was gerade passiert war. Nichts ging mehr. Sie wollte es einfach nicht glauben. Sie wollte einen klaren Gedanken fassen, nachdenken, doch bevor sie damit beginnen konnte, geschah das nächste unerwartete Ereignis, das Zeldas Herzschlag beschleunigte und ihr unzählige Feen in die Magengegend schickte.

            Link trat leise an sie heran und doch spürte sie allein beim Klang seiner Schritte das Bedürfnis sie in seinen Armen zuhalten. Zelda stand wie erstarrt da und fühlte zuerst seine Hände, die sich langsam, prickelnd auf ihre Schultern legten.

„Du kannst es ruhig zulassen, Zelda...“

„Link, bitte hör’ auf...“, sagte sie leise, fast unwirklich. Link überhörte es und trat noch einen Schritt näher an sie heran, sodass Zelda die angenehme Wärme seines Körpers fühlen konnte. Seine Hände wanderten zwanglos an ihren Armen hinab, verursachten eine leichte Gänsehaut und legten sich zärtlich über Zeldas Bauch.

„Link“, hauchte sie und fühlte sich einerseits bedrängt, andererseits wie im siebten Himmel. Zu letzterem trug die Tatsache bei, dass er mit seinen Lippen leicht ihr rechtes Ohr streifte und sie noch fester umarmte.

            „Link, tu’ das nicht“, sagte Zelda dann bestimmend und etwas lauter. Die Vernunft siegte und Zelda riss sich im letzten Moment los.

            „Was ist nur los mit dir?“, knurrte Zelda. „Du benimmst dich wie ein verliebter Vollidiot, der nichts mehr von der Realität wissen will.“

„Aber Zelda“, meinte er und ein breites Grinsen zeigte sich an seinen Mundwinkeln. „Wie kommst du denn darauf? Ich bin vielleicht verliebt, aber halte durchaus einen guten Kontakt zur Realität. Wenn es anders wäre, hätte ich dich bestimmt nicht geküsst.“

            Und Zelda setzte ein eitles Lächeln auf, lehnte sich nach vorne und war im Begriff ihm die Zunge herauszustrecken, als sie aber ein weiteres Mal über seine Worte nachdachte. Verliebt? Sie hielt inne und schien erneut geschockt zu sein. Verliebt... wie eine nagende Schraube steckte dieses Wort nun in ihren Gedanken. Verliebt... Link war verliebt in sie?

            „Du bist behämmert“, murrte sie.

„Jep.“

„Und du hast keine Ahnung, wovon du redest.“

„Jep.“ Und was sollte es schöneres geben, dachte der junge Held. Er fand die Situation toll, unheimlich toll, sodass er einfach nur grinste, gelegentlich kicherte und sich an Zeldas verstörter Miene erfreute.

„Kannst du endlich mal damit aufhören?!?“, grummelte sie. Im Übrigen ein merkwürdiger Ton von Zelda, der nicht zu ihrer glockenhellen Stimme passte.

„Womit?“

„Mit deiner ständigen Lässigkeit, deiner Unverschämtheit und deiner verfluchten Einbildung in mich verliebt zu sein.“ Erneut schnaubte Zelda, als würde sie zu einer Wildsau mutieren und vergas dabei, dass sie sich mit Links Scharfzüngigkeit anlegte, gegen die sie keine Chance hatte.

„Nein!“, sagte er laut und bestimmend. „Ich kann nicht und werde nicht damit aufhören.“ Seine Stimme war energischer als bisher und schien immer lauter zu werden.

            „Du fieser...“, klagte sie. Link spielte Hans- Guck- in- die- Luft und brachte Zelda erst Recht auf die Bohne.

„Ja?“, forderte er sie heraus.

„... Möchtegernheld...“

„Ja?“

„... mit der großen Klappe und... und...“

„Und?“

„Bei den Göttern Hyrules, ich habe die Nase gestrichen voll von deinem lässigen Getue. Lass’ das endlich. Was soll’ ich denn noch tun, damit du deine Ruhe hast und dich wieder wie ein halbwegs normal geratener Elf benimmst?“

„Du könntest mir einen Kuss geben, Liebes, aber einen liebevollen.“

„Du bekommst gleich eine Ohrfeige, du Unhold, und zwar eine saftige.“

„Immerhin eine Berührung... das nehme ich in Kauf.“ Und protzend reckte Link ihr seine rechte Wange entgegen. „Nur zu. Ich hatte ja noch nicht genug Ohrfeigen von dir.“

Zelda trat einen Schritt zurück und sah ihn trübsinnig an. „Was bist du doch hirnverbrannt, Link.“

Und damit wandelte sich seine grinsende Miene ein bisschen. „Wenn Schmerzen die Folge einer Berührung von dir sind, Zelda, dann bin ich bereit diese zu ertragen.“

            Seine tiefblauen Augen begegneten ihren und unverfroren, ruckartig küsste er sie erneut, direkt auf die weichen roten Lippen. Erschrocken taumelte Zelda nach hinten und hielt sich eine Hand auf ihrem Mund. Ärger, gemischt mit Verzweiflung und einem Hauch Angst stach aus ihren himmelblauen Augen heraus. Deutlich konnte Link es nun erkennen, die stille Wahrheit darin, die sie nicht zugeben wollte. Die Wahrheit, welche sie schon lange belogen hatte...

            Erzürnt lief Zelda zu dem Pferd, um dessen Mähne zu striegeln. Sie ärgerte sich über sich selbst, über Link... mit diesem Tag hatte er alles zunichte gemacht. Ihre Freundschaft. Was war jetzt damit? Meinte er das ernst, als er sagte... er wäre... verliebt?

            Link schmunzelte leicht. Was hatte er denn erwartet? Eine Erwiderung seines Kusses? Sie würde ihm immer aus dem Weg gehen, bis sich ihre Wege trennten. Dann würde es zu spät für sie beide sein, zu spät, um einander zu gestehen, wie sie empfanden... Aber immerhin redete sie wieder mit ihm. Vielleicht war die Idee doch zu was gut…

 
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