Kapitel 64
 

Kapitel 64

 

 

 

 

Der Heroe wurde am Morgen durch feine Regentropfen geweckt, die durch die Baumkronen schlüpften. Ein sanfter Frühlingsregen bedeckte das Land mit einem klaren, kühlen Tuch aus reinem Wasser.

Link blinzelte, führte eine Hand vor sich um den Regen zu fühlen, der seine Sinne weckte.

Er hatte schlecht geträumt. Bilder von seinen Eltern und von Sara huschten durch seinen schweren Kopf und ein erschreckender Gedanke an das, was in wenigen Tagen auf ihn wartete. Im Augenblick fühlte er sich nicht wie Hyrules legendärer Held, sondern nur wie ein junger, gedemütigter Jugendlicher, dem das Schicksal eines ganzen Planeten aufgezwungen wurde. Er wollte am liebsten losschreien und seinen Frust herausbrüllen, wusste er doch, dass ihn niemand hören würde.

            Er war allein. Und wenn Zelda nicht in sein Leben gekommen wäre, wenn das Schicksal ihm nicht erlaubt hätte, sie zu finden, sich erneut in sie zu verlieben, dann wäre er vielleicht der einsamste Mensch auf der Welt...

            Kopfschüttelnd brachte er perlende Wassertröpfchen von seinen durchgeweichten, dicken, blonden Haaren und verkrampfte die Fäuste.

„Du bist erbärmlich...“, schallte es in seinen Gedanken und ohne es zu wollen, sprach er die Worte aus, geführt von dem stärkeren Ich in sich, welches in den nächsten Tagen die Chance haben würde, zu erwachen.

„Steh’ auf und kämpfe.“

Aber auch Helden hatten ein Anrecht auf Trübsinnigkeit, vor allem dann, wenn es ihnen nicht gut ging und sie etwas vermissten. Und so wusste auch Link, dass er wenigstens einige Minuten, angelehnt an dem Baum, nachdenken und träumen durfte...

            Der Regen plätscherte nicht mehr an den Rinden der Laubbäume herab und der junge Heroe lief bestückt mit einem Wanderstock über einige grüne Hügel, ließ Kakariko hinter sich und hoffte sehnlichst seine Prinzessin auf dem Weg anzutreffen.

            Nur kurz erinnerte er einen angenehmen Moment im Hause der Götter, wo sie sich beide beinahe aufrichtig und ehrlich geliebt hätten, wenn Zelda es zu dem Zeitpunkt vielleicht zugelassen hätte. Aber der junge Held wusste, dass sie Zeit brauchte und er respektierte das. Und trotzdem war jener Moment in den Gärten des Lebens ein Geschenk gewesen, dachte Link. Zelda hatte ihm auf einer anderen Ebene ihrer beider Bewusstseins eine neue Art der Liebe gezeigt. Sie hatte ihm gezeigt, wie nah sich zwei hylianische Seelen kommen konnten, die sich aufrichtig liebten...

Und Link hatte vorher nicht geglaubt, dass es eine Leidenschaft weit ab des Körperlichen in dieser Form gab. Das Berühren und Erkunden, das Liebkosen und Schmecken auf der geistigen Ebene hatte jegliche seiner Erwartungen übertroffen. Zu dem Zeitpunkt fühlte er Zeldas Seele in einer verstandsabsorbierenden Form, er fühlte Lust und Innigkeit, auch wenn es lediglich ihre Seelen waren, die sich beschenkten.

            In seinen süßen Sehnsüchten träumend überquerte der junge Heroe eine rutschige Holzbrücke, wo viele Balken fehlten und übersah ein wichtiges Schild, welches ihn auf eine besondere Gefahr in dem eher kleinen Fluss aufmerksam hätte machen sollen. Denn auch Hyrule hütete Wesen, die weitaus gefährlicher sein konnten als Moblins, obwohl man sie mit bloßem Auge nicht einmal sehen konnte.

            Der Held überquerte die Hängebrücke vorsichtig und hielt sich krampfhaft an den Seilen fest, die als Hilfe aufgespannt waren. Und doch wackelte die Brücke mit gefährlichem Reiz hin und her und irgendwo in dem Holz knackte es abscheulich und gefahrprophetisch.

Link erschauderte nur kurz und überblickte mit scharfen Augen die Brücke, besah sich die wenigen Meter in das Gewässer und fühlte weder Furcht noch Besorgnis. Entweder die Brücke hielt, was gut war, oder sie tat es nicht, was eben nicht zu ändern war. Die geringe Tiefe zu dem kleinen Fluss hatte nichts Beängstigendes...

Also bewahrte der Kämpfer ruhig Blut und folgte weiterhin dem wackligen Weg aus rutschigen Holzbrettern.

            Ein Knarren und Bersten setzte ein. Und diesmal brach das Holz tatsächlich unter ihm entzwei. Link krallte sich noch eines der Bretter, rutschte aber wegen dessen Feuchte ab und fiel in das kalte Wasser des Flusses hinein.

            Er kämpfte und schwamm heftig gegen die Strömung, verfluchte währenddessen den Tag, an dem wohl auch noch der Rest schief laufen würde und sah in dem Moment seine Rettung, das Bild für die Götter, das schönste Mädchen überhaupt am Ufer des Flusses mit großen Augen stehen.

Link hatte das Gefühl vor Freude ohnmächtig zu werden, als er sie sah und wünschte sich nichts sehnlicher als sie jetzt sofort in die Arme zu schließen. Er rief vor Freude ihren Namen und auch sie musste ihn in dem Augenblick bemerkt und erkannt haben.

            Doch ihr Blick war nicht erheitert und frohgestimmt. Beinahe entsetzt blickte sie zu ihrem Helden und rannte dann näher an das Wasser heran, rief irgendetwas aufgeregt durch die Winde, brüllte, aber Link verstand sie nicht. Ihr blondes Haar wehte im Wind, als sie näherhastete und ebenso in das Wasser eintauchte. In jenes Wasser, welches eine sehr gemeine, widerliche Gefahr verbarg.

 Sie schwamm einige Meter und brüllte so laut sie konnte: „Link! Schwimm’ schneller!“ Ihre sonst so nüchterne Stimme donnerte über den Fluss, als müsste sie vor der größten Dunkelheit fliehen.

Doch der junge Heroe verstand ihr Verhalten nicht, wie sollte er auch. Er hatte das warnende Schild für die Wandernden nicht gelesen und wusste nichts über die kleinen, gefährlichen Tücken, die es in Hyrule gab...

            „Link!“, kreischte sie und blieb, wo sie war, hoffte, Link wäre nicht so stur und dickköpfig, sondern würde ohne Wiederrede auf sie hören.

„Der Fluss hütet viele Gefahren. Schwimm’ schneller!“, fauchte sie und sie schwamm selbst zurück an Land. Als sie jedoch am Ufer stand, riss sie alle ihre Klamotten, bis auf das nötigste vom Leib und schien sich an allen Körperstellen zu untersuchen. Sie betrachtete sich überprüfend an den schlanken Beinen, beschaute ihre Arme, tätschelte sogar an ihrer straffen, vollen Brust entlang, bis hin zu den Sohlen ihrer Füße.

            In dem Augenblick trat Link durchnässt ans Ufer und stürmte näher. Er tat nichts anderes als Zelda in seine Arme zu nehmen, egal, ob sie fast nichts trug, egal, warum sie gerade so ein Aufsehen machte. Er verschwendete keinen Gedanken daran, dass irgendetwas in dem Fluss lauerte, sondern genoss unendlich dankbar das Wiedersehen.

Hastig löste sich Zelda aus der Umarmung und der erste Satz, den sie sagte, war keine Begrüßung, sondern ein kühles und herbes: „Zieh’ dich aus!“ 

„Wie bitte?“, sagte Link und wurde feurig rot, bei dem Gedanken, sie hatte irgendetwas intimes vor.

„Ich erkläre dir das gleich. Entledige dich bitte deiner Kleidung.“

Link schluckte kurz die Spucke herunter und sagte verwirrt: „Na gut...“ Und damit hüpfe er aus den Stiefeln, zog die Tunika und das Kettenhemd von seinem Körper und die restliche Kleidung bis auf eine Boxershorts. Zelda lief prüfend um ihn herum, streichelte ein wenig über seinen Rücken, kniete nieder und betrachtete sich seine sportlichen Beine.  

            „Kannst du mir endlich sagen, was los ist, Zelda?“, meinte er, ärgerte sich ein wenig über ihr so herzloses Wiedersehen, welches er sich wirklich wunderbarer vorgestellt hätte und blickte nur ratlos der besorgten Miene der Königstochter hinterher.

„Gleich. Heb’ doch mal deine Arme.“ Link bejahte und tat wie geheißen. Auch seine Arme schienen ihrer Prüfung standzuhalten und sie atmete erleichtert auf. Das erste Mal seit ihrer Wiederbegegnung regte sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht.

„Kannst du mir einen Gefallen tun und bitte meinen Rücken anschauen?“

„Sicher“, meinte er verwundert und besah sich den weißen Rücken seiner Prinzessin. Alles war so sanft wie vorher. Alles war so wunderschön wie immer, dachte der junge Mann, legte seine Arme dann um Zelda und zog sie an sich. „An deinem Rücken ist nichts, was dort nicht hingehört.“

            Sie seufze noch einmal erleichtert auf und spürte seine Lippen an ihrer Schulter. Er murmelte während der Liebkosung. „Und jetzt möchte ich erst einmal eine ordentliche Begrüßung, mein Engel.“

Sie wand sich um und lächelte tiefsinnig, den Schock und die Angst wenige Minuten vorher vergessend. Zufrieden senkte sie ihren Kopf an Links feste, nackte Schulter.

„Hallo, mein Held...“

„Ebenso hallo…“ Er küsste sie behutsam und zärtlich; und er sog leicht an ihrer Unterlippe und schaute dann verträumt in ihr liebliches Antlitz. 

„Ich war so besorgt um dich...“, sagte er.

„Und ich erst um dich.“ Diesmal suchte sie seine Lippen und streichelte während des Kusses über seine blanke Brust. Sie war so dankbar, dass sie wieder beisammen waren, um diese schwierige Mission weiterhin zu meistern. Sie war so unendlich dankbar, dass ihr Liebster wieder und das unversehrt vor ihr stand und sie verwöhnen wollte.

            „Sag’ mir, wo du warst“, meinte er und lehnte sein Kinn gegen ihren Haarschopf.

„In Kakariko... Lynels attackierten mich...“ Geschockt starrte Link in Zeldas sanftes himmelblau. Aber sie lächelte. „Die Lynels sind jetzt Geschichte...“, murmelte sie gelassen. „Dort, in Kakariko, habe ich die Nacht verbracht und bin am frühen Morgen losgezogen, um dich zu finden“, murmelte sie und wanderte mit ihren Lippen seinen Hals entlang.

„Hast du denn gut schlafen können? Ich meine so, ohne mich?“ Sie grinste und blickte verträumt auf. Ein Kopfschütteln verriet ihren Standpunkt. Sie nahm ihren Heroen an der Hand und führte ihn zu den durchgeweichten Klamotten.

            „Und wo bist du gewesen?“, fragte sie, während sie Hand in Hand zu der feuchten Kleidung liefen.

„In einem gläsernen Labyrinth. Dort befand sich das Elixier und die vier Ritter haben auf mich gewartet.“

Verwundert blickte sie ihn an und blieb vor dem Klamottenhaufen stehen.

„Ich habe den Test bestanden, Zelda.“

„Ich hätte nichts anderes von dem Helden der Zeit erwartet“, sagte sie in Hylianisch und rückte näher zu ihm.

„Ich weiß...“, murmelte er in ihr Ohr und drückte ihren schönen Körper an sich. Er vergrub seinen Schädel auf ihre Schulter, seufzte leise und schloss die Augen. Es war so angenehm in Zeldas Umarmung. Es war wunderbar und tröstend... Sie streichelte ihn an seinem Haaransatz, fühlte Link ruhig werden, und nur seine leichte Trägheit machte ihr deutlich, dass ihn irgendetwas beschäftigte...

Sie wich einige Millimeter von ihm, sodass sie ihre Stirn gegen seine lehnen konnte.

„Du bist so nachdenklich...“, flüsterte sie und drückte kurze, zarte Küsse auf seinen Mund. Er blickte ernst, aber hoffnungsvoll auf. Seine Hände fanden sich fest und innig auf ihren weißen Schulterplatten und drückten die überraschte Prinzessin so nah an seinen sehnsüchtigen Körper, dass die vielen Feen in ihrer Magengegend gleich doppelt so heftig tanzten...

„Erinnerst du dich an Kommandant Orson?“ Seine Stimme leise und irgendwie träumerisch. „Sag’ mir...“, setzte er hinzu, ohne ihre Antwort abzuwarten. „Wenn andere gesehen haben, dass wir uns lieben... warum waren wir damals so dickköpfig und arrogant, es nicht selbst zusehen...“ Zelda fehlten die Worte dafür. Orson hatte mit Link darüber geredet? Orson war einer der Geister gewesen?

            Sie senkte ihren blonden Kopf nieder und liebkoste ihren Schatz mit den weichen, roten Lippen an seinem Hals.

„Ach... Link...“, sagte sie. „Wenn wir die Zeit zurückdrehen könnten... im Hier und Jetzt...“

„Mmh?“ Seine Hände wanderten dann weiter hinab, streichelten an Zeldas Wirbelsäule entlang und stoppten knapp über dem weißen Höschen.

„Würdest du anders handeln gegenüber mir... als Prinzessin?“ Er schwieg und küsste sie stattdessen sehnsüchtig. Seine Linke wanderte zu ihrem schmalen Hals, während seine Lippen ihre lange streichelten. Zuerst schien der Kuss unschuldig und an der Oberfläche zu verweilen, bis er begann jeweils ihre Oberlippe und Unterlippe mehrmals mit saugenden Berührungen zu umschmeicheln. Und schließlich ging der Kuss so tief, dass es der Prinzessin vor Liebe und Aufregung schwindlig wurde. Sie stoppte kurz, wich zurück nur um Luft zu holen, aber Link wollte im Augenblick mehr davon. Seine Rechte wanderte an ihr Genick, forderte sie ohne Worte auf, ihren Kopf zurückzulegen, worauf sie dem stummen Appell sofort nachging. Seine Lippen spielten an ihrem Ohr, am Hals und schließlich am Schlüsselbein...

„Was sagt dir das?“, flüsterte er, verwöhnte sie weiterhin mit innigen Küssen.

„Dass... du anders handeln würdest?“, seufzte sie schwach. Er nickte und lehnte sein Kinn wieder an ihre Stirn.

„Ich verlasse dich nie mehr wieder...“, murmelte er, und er drückte seine Prinzessin wieder an sich. Sie lächelte so schön, dass er sie gleich noch mal küssen musste.

            Schließlich wand sie sich ab und trat behutsam zu der Kleidung. „Wir müssen umgehend nach unserer Bekleidung schauen“, sagte sie streng.

„Warum das?“ Entrüstet seufzte sie auf.

„Du hast das Schild übersehen.“

„Welches Schild?“ Und dieser Kommentar verriet ihn. Zeldas rechter Arm wanderte zu dem Beginn der Brücke. Sofort schwenkten Links tiefblaue Augen hinüber und tatsächlich stand dort ein Schild und rote Farbe war darauf schäbig und unwirsch aufgekleistert.

Er las nur das Wort: Skultula- Parasiten, achtete aber nicht weiter auf die hölzerne Tafel, denn Zelda war viel bezaubernder im Augenblick. Lediglich ein weißes Höschen und ein BH bedeckte ihre empfindlichen Stellen. Grinsend huschte Link näher. Ein irrsinniges Verliebtsein in seinen Augen.

Seine Prinzessin durchwühlte schließlich nur mit ihren Fingern die Kleidungsstücke, erschrak plötzlich, hüpfte hastig auf die Beine und wich furchtvoll zurück.

Link trat näher und beobachtete gerade noch, dass sie etwas in dem Kleiderhaufen nicht aus den Augen ließ.

„Vorsicht! Tritt nicht näher!“, sagte  sie scharf und blieb befehlend vor ihm stehen.

„Würdest du mir nun endlich mitteilen, was los ist?“

            Sie nickte. „Siehst du das?“ Und ihr Zeigefinger deutete auf die grüne Tunika, wo etwas käferartiges, leichfarbenes entlang krabbelte. Ein schwarzes Totenkopfzeichen stach auf dem Rücken durch die Schicht aus farblosem Schleim.

„Wäh... was ist das denn?“

„Ein Parasit. Nur an weichen Haustellen nisten sie sich für gewöhnlich ein, haben ein spitzes, scharfes Hinterteil, woran man sich die Finger aufschneiden könnte.“ 

„Und diese Biester leben in diesem Gewässer?“, sagte der Heroe verdutzt und machte schreckhaft große Augen.

„Genauso ist es.“ Sie stoppte kurz und schaute verlegen zu Boden. „Besser du schaust bei... deinem Genital... ob...“

Wie ein Blitz fegte der Heroe von dannen und huschte hinter den erstbesten Baum. Nur wenige Minuten später kam er wieder und hatte die tiefste Form von Erleichterung in seinem Blick.

„Alles in Ordnung?“

Er nickte und atmete tief aus.

            „Und was sind denn nun die Folgen, wenn sich so ein Skultula- Parasit einnistet?“, wollte Link in Erfahrung bringen und überprüfte sorgsam seine Kleidung, aber das Spinnentier war vermutlich verschwunden.

„Ich weiß nur, dass sie an der Seele saugen und ihren Wirt allmählich unter ihre Kontrolle bringen, sodass er nur noch den wichtigsten Trieben nachgeht... Essen, Trinken, Schlafen...“

„Aha...“ Und der junge Heroe ließ seine Kleidung links liegen und watschelte zu seiner Prinzessin hinüber, die so offenherzig und besinnlich in seinen dunkelblauen Augen träumte. Sie streichelte langsam durch die blonden, dicken Strähnen seines natürlichen, wilden Haares und hatte solche Sehnsucht nach ihm, seinen Händen und Liebkosungen.

„Und was, wenn der Wirt sie nicht bemerkt?“

„Dann erlischt das Leben in seinen Augen und er verwandelt sich in eine lebendige, aber herzlose, menschliche Hülle. Unser Glück ist, dass sie nicht sehr lange an Land überleben können. Das bedeutet, wenn sie keinen Wirt gefunden haben, sterben sie ab. In einer Stunde können wir unsere Kleidung wieder beruhigt anziehen.“

            Link grinste plötzlich: „Und was wollen wir so lange halb nackt machen?“

Sie lächelte und reichte ihm die Hand. „Du könntest mich wärmen.“

Geschmeidig nahm er die Geste an. „Hast du Lust auf mich?“

„Ich habe immer Lust auf dich“, sagte sie frech mit einem Wink, der Link beinahe ins Reich der Träume geschickt hätte. Lachend packte er sie und legte sie vorsichtig auf den weichen, erdigen Boden, wo zarte Gräser in ihrem Rückrat kitzelten. Knisternd streichelte er an ihrem Hals entlang, wanderte mit den rauen Fingerkuppen zu dem Spalt zwischen ihren Brüsten und hatte nur eines im Sinn: Zelda zu verwöhnen...

„Was tust du denn?“, lachte sie, als seine Fingerspitzen gefühlvoll zu ihrem Bauchnabel wanderten. Auch der junge Heroe musste in dem Augenblick lachen.

Sie griff von vorne an sein Genick und zog ihn mit einer Hand zu sich herunter, spürte seine glatte Brust auf ihrer gewölbten, spürte seine Hüftknochen an ihren. Seufzend und genießend reckte sie ihren Kopf nach hinten, während sein Mund an ihrem Hals arbeitete. So süß, empfindlich, einfach unvergleichlich jenes Gefühl...

            Er rollte sich mit ihr ein Stückchen über das Gras, sodass sie nun auf ihm lag. Ihre nackten Füße spielten miteinander, während sich Zelda leicht auf seiner muskulösen Statur abstützte.

„Ich muss dir etwas sagen“, fing sie an.

„Mmh?“, murmelte er und spielte verliebt mit einigen honigblonden Haarsträhnen.

„Mittlerweile würde ich doch gerne... sehr gerne...“ Sie wurde unausgesprochen rot um ihre Nasenspitze und die Wangenknochen färbten sich.

Ungeduldig setzte sie fort: „Ich weiß... ich wollte warten...“ Ihre schönen, blauen Augen wanderten schräg. 

            Plötzlich fühlte Link einen kleinen Stich im unteren Bereich seines Rückens, etwa in Steißnähe. Er fluchte und griff genervt unter seinen Rücken, aber es waren wohl nur spitze Tannennadeln, oder ein kantiger Stein. Dummerweise hatte er gerade den Moment mit seiner Aktion zu Nichte gemacht.

„Also, was wolltest du sagen?“, bemerkte er und ignorierte die Steine oder Tannennadeln. Zelda biss sich auf die Lippe, wedelte mit einer Hand und blies einen Luftstrom an ihren Haaransatz.

„Ähm... nichts weiter...“, flüsterte sie, ließ sich niedersinken und fühlte erneut, gerade in jenem Augenblick ein pulsierendes Knistern auf ihrem rechten Handrücken.

            Sie deutete auf ihren Handrücken und Link folgte verwundert ihrem Blick.

„Was ist, Zelda?“

„Ich weiß... ich spüre, die Macht der Weisheit wieder in meiner Hand...“, gestand sie leise und berührte mit ihrer Rechten seine Linke.

„Das Triforce?“, sagte er ungläubig. Sie nickte entschieden. „Es war die ganze Zeit in uns... und ich glaube, du besitzt dein Fragment auch noch...“ Er richtete sich verwirrt auf und fuhr sich durch die blonden Haarsträhnen. Als Link dann noch die Stirn runzelte, wusste Zelda, dass ihn diese Nachricht nicht gerade erfreute.

Sie kuschelte sich an seinen Rücken und legte den Kopf an seine feste Schulter. „Mach’ dir keine Sorgen deswegen... deine Macht des Mutes wird dir helfen... dann, wenn der Tag gekommen ist...“

„Aber ich habe überhaupt keine Ahnung von dem Fragment des Mutes. Ich weiß nicht, wie man es einsetzen kann. Wie also, soll’ es mir helfen?“

„Du wirst es fühlen“, schlichtete sie. „Hab’ Vertrauen.“ Er nickte, beruhigte sich angesichts der wärmenden Worte Zeldas, zog sie einmal mehr mit ihm zu Boden und kuschelte die nächste Stunde freudig mit seiner Prinzessin.

 
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