Kapitel 65
 

Kapitel 65

 

 

 

 

Das Fest des Friedens war in vollem Gange. Dutzende Schaulustige beobachteten erheitert die Hofnarren mit ihren kunterbunten Bällchen auf ihren großen Einrädern.

Kindermünder naschten von den vielen Ständen mit allerlei Süßigkeiten, neugierige Augen besahen sich interessiert das Schauspiel auf der kleinen Holzbühne, wo gerade ein grauer Vorhang zur Seite gezogen wurde und laute Jubelrufe und aufgeregtes Geklatschte durch die Lüfte wirbelten angesichts der verkleideten Darsteller mit ihren aufgemotzten Kostümen.

Noch stand die Nachmittagssonne am Himmel und warf ihren roten Schein lieblich über die alte Welt, über jenes blühendes Hyrule. Und doch... wenn man genau hinsah, gab es schon Zeichen, die den näherkommenden Sturm prophezeiten. Niemand sollte wissen, dass heute der letzte fröhliche Tag für viele Völker eines alten Landes sein sollte.

Nichtsdestotrotz gingen die Hylianer ihren Vergnügungen nach, lachten und genossen den Frieden, solange man ihn noch hatte. Und das wilde, fröhliche Gelächter schallte in der riesigen Hauptstadt umher, überwand die Stadtmauern und folgte dem bröckligen Weg zu dem königlichen Schloss Hyrules.

            Mit bangem Blick saß Prinzessin Zelda vor dem kleinen Spiegel auf ihrem dunkelbraunen Schreibpult, dort, wo sie in den lauen Nächten, wenn ein Traum sie heimsuchte, einer von jenen Träumen eben, sich niederließ und mit einer goldenen Feder Worte niederschrieb, die sie später selbst nicht mehr verstand. Das Lachen drang in ihr Schlafgemach, stimmte sie ein wenig fröhlicher und sich über die Begeisterung ihres Volkes freuend, drehte sie ihr blondes Haupt gen Fenster. Nicht eine Wolke verbarg den strahlend blauen Himmel, keine Spur Veränderung an jenem Firmament, wo doch vieles geschehen würde. Sie ahnte Schreckliches, hatte immer mehr ohnmachtartige Anfälle, in denen sie das Land verblassen sah, wie ein kleiner Schwächeanfall, der vielleicht nur wenige Sekunden andauerte, jedoch seine tückischen Spuren hinterließ...

            Ein prächtiger, schwarzgefiederter Adler, der seine Kreise ständig um die Türme des Schlosses drehte, ließ sich auf dem Fensterrahmen nieder. Ein schönes Tier, stolz und über die Dinge erhaben. Langsam wandelte Zelda mit anmutigen Schritten zu dem Herr der Winde, ihrem bekannten Gast. Sie kannte dieses prachtvolle Wesen, so oft hatte jenes Getier ihr Gesellschaft geleistet, immer dann, wenn niemand sonst da war, dann, wenn niemand sonst zuhörte. Sachte kraulte sie den gefiederten, weichen Hals des anmutigen Geschöpfes, dem diese Art der Zuneigung mehr als gefiel. Er spannte seine kraftvollen, umarmenden Flügel in die Breite, ließ einen lauten Ton verkünden, dem typischen nach Freiheit strebenden Ruf, welchen Adler aussendeten. Mit einem Satz landete er auf Zeldas Schulter und tippte mit schneller Bewegungen des kleinen, aufmerksamen Kopfes mit seinem sattgelben Schnabel an Zeldas Hylianerohr, raunte etwas in seiner hohen, starken Stimme. Leicht kichernd setzte sich Zelda wieder vor ihren ovalen, mit Steinchen verzierten Spiegel und kämmte sich sorgsam das goldene, zerzauste Haar, versucht ihr erbärmliches Spiegelbild mit dem blauen Auge, den geschwollenen Lippen und ausdrucklosem Blick nicht zu beachten, verdrängte die schrecklichen Geschehnisse vor wenigen Stunden... Ganondorf... er war sehr bald zurück...

            In dem Moment trat ihr Vater, König Harkenia persönlich in den Raum, in Begleitung von Impa, die eine Schale und einen Mörser in ihren Händen hatte, ebenso wie einige merkwürdige weiße Wurzeln, die auffallend aus der Schale herausstierten. Impa, die sich über die Anwesenheit jenes stolzen Königs der Lüfte nicht wunderte, stellte die Schale mit den Wurzeln auf das Pult. Und der prächtige Adler flog geschwind auch auf ihre Schulter, nickte mit dem Köpfchen und musterte Harkenia sehr aufmerksam.

Gerade als der König Hyrules jedoch einen Schritt auf das gottesgleiche Wesen zu wagte, erhob er sich und flog erhaben hinaus aus dem Fenster, stürzte sich in die Lüfte und verschwand in Richtung der nördlich liegenden Todesberge.

„Du hast ihn verschreckt, Vater“, sagte Zelda stur und wendete sich der weißen Wurzel zu, die Impa mitgebracht hatte.

Harkenia sagte nichts dazu und hustete auffällig um seinen verstopften Hals zu entleeren. Stattdessen stellte er sich hinter seine Tochter und legte seine alten, faltigen Hände auf ihre Schultern. „Wie fühlst du dich, mein Kind?“

Zelda warf ihrem Spiegelbild einen schwermütigen Ausdruck zu und atmete laut aus. Sie schwieg und blickte ihren Vater in die blauen, weisen Augen, die sich auf dem Spiegelglas zeigten. „Du brauchst diesen Tag niemanden mehr irgendetwas recht zu machen, Zelda. Geh hinaus, kümmere dich nicht um das Morgen“, sagte er leise und lief zu dem offen stehenden Fenster, um einen Blick zu der Hauptstadt Hyrules zu werfen.

Verwundert drehte sich die schöne Hylianerin zu ihrem Vater und fühlte sich fast ein wenig unsicher bei der Art und Weise, wie er dort stand, seine rauen Hände auf die steinerne Fensterbank gestemmt. Auch er hörte die fröhlichen Rufe aus der Stadt, folgte den melodischen, mit Freude gesungenen Reimen vieler Stimmen, die das Leben in Hyrule verehrten.

            Impa setzte sich mit einem Klappern ihrer schweren Rüstung auf einen kleinen Schemel, direkt vor Zeldas ratloses Antlitz und zerrieb mit dem Mörser die ausgetrockneten, weißlichen Wurzeln in einer grauem Schale.

„Was tust du da?“, meinte die Kronprinzessin, die sehr interessiert die sich bildende weiße Salbe in der Schale beäugte.

„Ein alter Brauch der Shiekah“, sagte Impa entschieden. „Vielmehr eine Möglichkeit unerwünschte Wunden zu kaschieren. Jedoch...“, sagte sie und legte den Mörser beiseite. Daraufhin nahm sie eine große Portion der weißen Substanz in ihre Handinnenflächen und patschte das klebrige Zeug einer überraschten Zelda ins verletzte Gesicht.   

„Jedoch hat es eine kleine, kurzanhaltende, aber harmlose Nebenwirkung“, entgegnete sie und schmunzelte leicht. Zeldas Blick wurde ernster und sie bremste Impas Hand, die jene Salbe in ihrem Gesicht verteilen wollte, in dem sie gekonnt zurückwich.

„Welche Nebenwirkung?“, sagte die Prinzessin befehlend.

„Das werdet Ihr merken, wenn es soweit ist.“

„Impa, ich finde es überhaupt nicht komisch, dass du aus dieser Nebenwirkung ein solches Geheimnis machst“, murrte Zelda und spürte wie die Substanz auf ihren Wangen, an ihrer Lippe und auf ihrer Stirn zu trocknen begann. Ein Kribbeln entstand und im nächsten Augenblick kühlte es die Verletzungen auf eine seltsam angenehme Weise. Gerade als Zelda sich den Rest von der Haut wischen wollte, musste sie allerdings feststellen, dass es bereits in die Haut eingezogen war.

            Schnell begutachtete sie ihr ebenmäßiges Spiegelbild und kam aus dem Staunen nicht heraus. Jegliche Kratzer, Blutergüsse, selbst die aufgeplatzte Lippe waren verschwunden. Ein Lächeln umspielte Zeldas Lippen, als sie sanft über jene Stellen strich, die vorher noch geschunden waren.

„Das ist Zauber...“

„Ja, ein wenig alte Magie...“, meinte Impa und sanft gab sie Zelda einen Stups an ihre perfekte Nase. „Jetzt kann die Prinzessin Hyrules zu dem Fest gehen, in der Gesellschaft mit wem es ihr gefällt.“

            Harkenia winkte jemanden zu, der draußen in den Schlossgärten wandelte und wand sich vom Fenster ab. Ein zufriedenes Grinsen zeigte sich auf seinem väterlichen, in die Jahre gekommen Gesicht, als er Zelda betrachtete.

„Nun geh’ schon, Liebes“, sagte er und deutete zu der Tür. „Link wird in wenigen Minuten vor der Tür stehen und du solltest dir schnell ein Kleid aussuchen, dass du zu dem Fest tragen möchtest.“

„Natürlich, Vater...“, entgegnete sie und lief gerade zu der etwas kleineren Tür ihres Badezimmers. Sachte legte sie eine Hand auf die goldene Türklinke, als ihr Vater erneut hinter ihr stand.

„Tochter...“, begann er. Sichtlich verwirrt wirbelte Zelda herum und sah etwas Neues in den Augen ihres Vaters, etwas, was erloschen war, als die Königin Hyrules damals dem Tode verfiel. Gerade jenes Stückchen Hoffnung und Liebe war es, was in Harkenias Augen all die Jahre über fehlte. Zelda erinnerte sich an die Tage, als ihr Vater an dem Sterbebett ihrer Mutter wachte, sie erinnerte sich daran, wie kühl sein Umgang mit dem einzigsten Verwandten, den er noch besaß, wurde. Seit jenem Tag war Harkenia nicht mehr derselbe, wich seiner geliebten Tochter emotional aus, da er es nicht ertrug, auch sie irgendwann zu verlieren.

Doch nun, in dieser Sekunde kehrte das Stückchen Fürsorge zurück, die er all’ die Jahre verheimlichte.

            Fast zaghaft nahm er Zeldas Hände in seine. „Mein liebes Kind, ich... niemand wird dich nie mehr wieder zu einer Entscheidung um Liebe und Verlobung drängen“, begann er. Zeldas Augen wurden düsterer und sie sah schockiert in das unglaublich sanftmütige Gesicht ihres Vaters, welche die abweisende Strenge ablegte.

Das Lächeln auf Harkenias Gesicht wurde deutlicher und Zeldas Augen größer.

„Vater?“, war alles, was Zelda hervorbrachte.

„Caldrians Familie wäre dennoch eine gute Wahl, mein Kind“, setzte er widerwillig hinzu, wollte Zelda jedoch nie wieder überreden etwas zu tun, was sie nicht wollte.

„Caldrian von Calatia ist ein aufrichtiger junger Mann, Vater.“

„Ja, und seine Familie hat bereits vor langer Zeit darum angehalten, dass unsere und seine Familie sich verbünden.“ Zelda drehte sich wieder um, nicht bereit dem Ausdruck ihres Vaters noch länger bestehen zu müssen.

„Aber... wenn...“, murmelte sie scheu.

„Wenn du ihn nicht lieben willst... wenn du sein Herz als nicht würdig empfindest über Hyrule zu herrschen, dann musst du in kein Bündnis einwilligen.“

„Danke Vater.“ Überschwänglich warf sich Zelda ihrem Vater um den Hals und schenke ihm einen Kuss. „Ich danke dir...“, wiederholte sie, war so glücklich wie schon lange nicht mehr und hüpfte erheitert, mit einem lauten Lachen in ihr Badezimmer.

            Während Zelda in dem Nachbarzimmer ihren Morgenmantel ablegte und in ein neues Kostüm schlüpfte, diskutierten Impa und ihr König aufgeregt über eine weitere einschneidende Tatsache.

„Ich sah Link vorhin in den Gärten herumwandeln“, meinte der König Hyrules und lief erneut zu dem Spitzbogenfenster hinüber.

„Verzeiht die indiskrete Frage, mein Herr, aber was haltet Ihr von ihm?“ Harkenia schloss sichtlich lächelnd die Augen und stellte sich innerlich den jungen, ein wenig unreifen Hylianer vor, der Link doch war.

„Nun, Impa. Deine Frage in Gottes Ohr, aber was möchtest du mit dieser Frage bezwecken?“ Impa verschränkte die Arme und nahm neben dem König an dem Ausblick über Hyrules sagenhafte Landschaft teil.

„Meine Frage verfolgte keinen Zweck. Es war wohl lediglich die Neugier...“

Harkenia schmunzelte. „Ich finde ihn erstaunlich.“

„Tatsächlich?“

„Ja. Ein so merkwürdiger Hylianer, mit vielen Gesichtern.“

„Ein kriegerisches, dann so oft ein naives, fast unschuldiges und manchmal ein sehr weitsinniges und scharfsinniges...“, meinte Impa.

„Nicht nur das... ich bewundere ihn sogar“, gab der König zu. Impa starrte mit ungläubigen Augen in das Antlitz jenes alten Mannes neben ihr, fragte sich, welche Seite an Link es wohl war, die er in jenem Lichte sah.

„Wann immer ich ihn zusammen mit Zelda gesehen habe, gab es etwas, dass niemand sonst mit seiner Anwesenheit schaffte. Zelda wirkt glücklicher, einem Lächeln näher, wenn er hier ist. Es gibt so wenige, die diese Fähigkeit besitzen, Impa.“ Und auch die starke Shiekah  lächelte stolz.

            „Sie liebt ihn...“, sagte Impa leise und schaute mit ihren scharlachroten Augen hinauf an das blaue Himmelszelt. Der König Hyrules wirkte nicht einmal überrascht, ganz im Gegenteil, nickend drehte er sich zu der Schale mit den seltenen, weißen Wurzeln und beschnupperte die merkwürdige daraus gepresste Substanz.

„Nur, aus irgendeinem Grund weiß sie das selbst nicht einmal“, setzte sie hinzu. „Oder kann es sich nicht eingestehen.“

            Sachte nahm Harkenia die Schale mit der Salbe in seine rauen Hände und murmelte: „Es wird einen Tag geben, da es anders sein wird... es gibt einen Tag, an dem sie das vielleicht erkennen wird.“ Und der König tauchte seine Nasenspitze in die klebrige Masse aus weißem Baumharz und Rinde.

„Das Geheimnis dieser Salbe?“, meinte Harkenia und sah Impa durchdringend an. Doch wieder grinste sie zufrieden und gab dieses Mysterium nicht preis.

            Und wenn man schon vom Teufel sprach, kam plötzlich ein dunkelblonder Jugendlicher mit einer königsroten Tunika und einem Schwert auf dem Rücken geschnallt durch das Schlafzimmertor gestürmt. Im Schlepptau befand sich der braunhaarige Caldrian, der Link wohl irgendwie daran hindern wollte, einfach so und das ohne entsprechende Erlaubnis in das hoheitliche Gemach Zeldas zu hasten. Denn Caldrian hatte einen Arm mühevoll in den rechten von Link eingehakt und bremste so die Schritte jenes voreiligen Helden.

„Lass’ das, ich muss nach Zelda sehen“, brüllte Link und fiel dann aufgrund eines gestellten Beins von dem braunhaarigen Jugendlichen auf sein Hinterteil. Prüfend musterte Link dann die beiden Anwesenden, ignorierte den fluchenden Caldrian hinter ihm und sah beschämt in das kichernde Gesicht Impas und das noch breiter grinsende des Königs.

Der junge Held sprang auf, verbeugte sich ungeschickt und setzte ein dämliches Grinsen auf. Ohne Umschweife eine seiner Spezialitäten.

„Ich habe dir doch gesagt, du kannst nicht einfach so in die Gemächer der Prinzessin einbrechen“, grummelte Caldrian. „Du bist einfach unmöglich.“

Doch Link setzte wieder ein unschuldiges Grinsen auf und tat so, als ob Caldrians Worte nicht der Wahrheit entsprachen, als ob jener die Worte gar nicht gesagt hätte, oder als ob es des Selbstverständlichste wäre, in die Gemächer einer Prinzessin einzubrechen. Umständlich hob er einen Arm hinter seinen blonden Schopf.  

            Link räusperte sich und benahm sich im Anschluss endlich wieder wie ein reifer Jugendlicher.

„Ich möchte Zelda einige Dinge unterbreiten“, sagte Link ruhiger und wunderte sich zunächst, wo seine Prinzessin denn im Augenblick war.

„Zelda befindet sich im Badezimmer. Ich nehme doch an, dort wirst du nicht einfach so hineinstürmen?“, sagte Harkenia vorwitzig. Link schaute beschämt weg und lenkte schnell von der peinlichen Situation ab.

            Er atmete tief ein und aus und setzte eine ernstere Miene auf. Ebenso eine ungewöhnliche Gabe seiner außergewöhnlichen Seele. Von einen Augenblick auf den anderen konnte das Gefährliche an Link erwachen, von einer Sekunde auf die andere konnte er die wahren Fähigkeiten des Helden der Zeit zum Ausdruck bringen- dann, wenn seine naive, unschuldige Seite im Schatten versank, gerade wie in jenem bedeutenden Moment.

Seine tiefblauen Augen waren nun beherrschter und ernster...

„Vasard wurde gefunden. Tot“, sagte Link kühl und hörte dann Zeldas liebliche Stimme vom Badezimmer her. Sie sang ihr Wiegenlied, verzauberte damit ihren Helden, der sich nur unter Aufbietung seines Willens davon losreißen konnte. „Ganons Schatten hat die letzte Lebensenergie aus Vasard geraubt, um solange wie möglich am Leben zu bleiben. Auch jener Schatten wurde bereits eliminiert“, sagte Link trocken.

Caldrian stimmte zu und wunderte sich über die plötzliche Kälte und Beherrschtheit, über die Link verfügte.

„Caldrian und ich waren auf der Spur Vasards und noch bevor eine Stunde verstreichen konnte, fanden wir Vasards toten, ausgesaugten Körper nur wenige Meter außerhalb der Hauptstadt, hinter einigen Felsen.“

„Dann muss die Familie jenes Prinzen sofort verständigt werden“, sagte Harkenia und lief zügig aus dem Raum hinaus.

            Als die Tür klackte, ging Impa zu Link und legte eine Hand auf seine Schulter.

„Wie fühlst du dich?“, meinte sie.

„Gut. Wie denn sonst?“, sagte Link überrascht und schaute Impa noch überraschter an.

„Ich spreche von deiner Begegnung mit dem Schatten Ganons. Ich liege doch richtig in der Annahme, dass du ihn in der Kürze niedergerungen hast.“ Link nickte bloß, und irgendwie sah man ihm an, dass allein die Begegnung mit dem Schatten seines Erzfeindes genügend alte Wunden in Links Herzen geöffnet hatte.

„Das Triforce?“

„... wird schwächer“, sagte Link und betrachtete sich das Symbol auf seinem linken Handrücken. „...aber mit der Anwesenheit des Bösen hat das nichts zu tun, Impa. Dass jenes goldene Symbol nun schwächer wird, läutet etwas anderes ein... deshalb muss ich mit Zelda reden.“

Impa nickte und lief aus der Tür hinaus. Ein lautes: „Ähähm...“, entkam ihrer Kehle, als Caldrian nicht folgte.

„Die beiden brauchen unsere Hilfe jetzt nicht“, sagte Impa befehlend und mühevoll schleifte sie Caldrian aus dem Raum. „Nebenbei... es gibt noch jemand anderen, der auf dich wartet“, meinte sie bestimmend. Mit einem zufriedenen Grinsen und sich bewusst, wer da auf ihn wartete, hetzte der junge Prinz aus Calatia hinter der stolzen Shiekahfrau hinterher und ließ Link alleine mit seiner Prinzessin. 

 
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